Retreat- und Schlosshotel Burg Schlitz
Eine hochherrschaftliche Residenz, Zeitzeuge des Klassizismus und lebendiges Denkmal, inmitten eines 100 ha großen Landschaftsparks.
Übernachtung ab 280 € (Schlossdoppelzimmer). Jedes Zimmer individuell eingerichtet. Suiten geräumig und großzügig (Übernachtung von 380 bis 555 €).
Spa-Bereich mit Pool, Dampfsauna, finnischer Sauna, Infrarotkabine, Massage- und Kosmetikräumen. Standesamt und Kapelle.
Gourmetrestaurant Wappensaal, eine Brasserie für Frühstück, Mittagessen à la carte, Kaffee und Kuchen, Champagner-Terrasse.
In einem denkmalgeschützten historischen Landschaftspark gelegen, von alten Bäumen umgeben.
Das prachtvolle Herrenhaus stammt aus dem Jahr 1806 und gilt als eine der größten klassizistischen Anlagen Mecklenburgs. Die Innenräume bestechen durch prächtige Details mit handgemalten Tapeten sowie durch klassizistische Wandmalereien und eine beeindruckende Deckenkunst. Gäste erleben bewusst keine typische Hotelatmosphäre, sondern das komfortable Leben im Schloss: Jedes der zwölf Zimmer und neun Suiten ist individuell gestaltet mit Biedermeier-Antiquitäten, maßgefertigten Möbeln der Manufaktur Hellerau, originalen Kunstwerken, edlen Stoffen, geölten Holzdielen sowie modernem Komfort. Eingebettet in einen über 100 Hektar großen englischen Landschaftspark, liegt fernab vom Massentourismus das Schloss in ruhiger Alleinlage nahe Hohen Demzin.
Vielseitige Genussmomente kredenzt das Gourmetrestaurant im historischen Wappensaal. Zudem können sich Gäste kulinarisch auf die Brasserie Louise, die Hotelbar Davidoff Lounge und den stilvollen Schlosskeller freuen. Die Küche kombiniert klassische französische Elemente mit regionalen Delikatessen – zum Beispiel Wild aus eigener Jagd sowie Wildkräutern und Beeren aus dem Park. Für besondere Traumhochzeiten: Die hauseigene Kapelle und die Außenstelle des Standesamts bieten zusammen mit der Schlosskulisse einen exklusiven Rahmen für einmalige Feste.
Herr Henze, Sie sind kein Hotelier – was hat Sie als Branchen- fremden dazu gebracht, ein Hotel zu führen?
Mein Lebensmittelpunkt verlagerte sich 2023 nach Mecklenburg-Vorpommern. Burg Schlitz war mir von jeher als Gast ein Begriff und ich war von diesem Haus fasziniert. Ich bewarb mich auf die Stelle eines Direktionsassistenten, um das Haus und dessen lange Geschichte kennenzulernen. Die ehemalige Verwaltungsdirektorin sprach mich dann Ende August 2024 mit dem zarten Hinweis auf ihren Ruhestand an, ob ich es mir vorstellen könnte, ihre Aufgabe zu übernehmen. Zugegeben – ich hätte mir gern ein bis zwei Jahre mehr Zeit gewünscht, aber die hatte ich nicht. Und so stürzte ich mich einfach ins kalte Wasser.
Welche Erfahrungen aus Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn helfen Ihnen heute?
Ich war zwölf Jahre bei der Bundeswehr. Im Anschluss leitete ich nach meinem Studium im Rahmen einer Stiftung das Family Office einer Hamburger Kaufmannsfamilie. Daher denke ich, dass ich gut verwalten und wenn nötig auch kaufmännische Entscheidungen im Sinne der Eigentümerfamilie treffen kann.
Mit Ihrem Antritt wurde Burg Schlitz auch renoviert. Was wurde konkret gemacht?
Ich nenne es weniger eine Renovierung als eher eine Transformation und eine damit verbundene Weiterentwicklung des Hauses. Denn nichts ist schlimmer als Stillstand. Diese Weiterentwicklung fing bereits im Oktober 2024 an und ist noch nicht abgeschlossen. Sie begann mit zum Teil neuen Möbeln, neuem Geschirr, neuem Interieur und neuer Kunst. Bis heute sind Patrick Martin, Marketing und Sales Direktor, und ich dabei, das Haus organisatorisch und prozessbezogen auf die Herausforderungen der sich ständig verändernden Hotelkultur anzupassen und die Zeitenwende einzuleiten.
Gibt es so etwas wie ein Herzstück in Ihrem Haus?
Das gastronomische Herzstück ist nach wie vor unser Gourmetrestaurant Wappensaal, in dem wir unsere Gäste in bewährter Burg Schlitz Manier verwöhnen. Aber das wichtigste Herzstück sind unsere vielen – liebevoll so genannten – Schlossgeister, die jeden Tag aufs Neue die Gäste begrüßen und sich um die großen und kleinen Belange kümmern.
Welche Eigenschaft ist für die tägliche Arbeit in der Spitzenhotel- lerie unverzichtbar?
Auch im »Auge des Sturms« immer Ruhe zu bewahren und für die Gäste stets ein Lächeln und ein offenes Ohr zu haben.
Was überwiegt bei Ihnen: persönliche Überzeugungen oder öffentliche Erwartungen?
Ganz klar: persönliche Überzeugung. Auch in diesen für die Hotellerie schwierigen Zeiten mit Personalmangel, Preiskampf oder wenn es um das Aufbrechen alter Strukturen geht, um das Haus zukunftsfest zu machen, bin ich gemeinsam mit Herrn Martin immer gern Gastgeber und packe schon mal selbst im Service mit an. Das macht man nur, wenn man von seiner Aufgabe und seinem Ziel überzeugt ist.